„Krankengeschichten“

Tatsächliche wie halluzinierte Schmerzen sprachlich zu bannen, gelingen Bettina Balàka betörende Formulierungen und manch erschreckende Bilder.
Neue Zürcher Zeitung, Karl-Markus Gauss

Bettina Balàka, die sich würdevoll einreiht in diese sehr österreichische Sprach- und Literaturtradition, und die den ironischen Blick auf die Engen und Niederungen des Daseins um eine eigenwillige Perspektive bereichert hat.
kolik, Karin Fleischanderl

 

Cover Krankengeschichten

 

In diesen »Krankengeschichten« sprechen die Erzählerinnen von ihren Leiden, die manchmal Schmerzen, manchmal nur Irritationen sind. Neun Erzählungen, in denen die Symptome, statt festgehalten zu werden, sich nach und nach auflösen in immer größerer Ungewissheit und nur eine Gewissheit zurücklassen:

daß die Schwäche Kraft hat über mich, und daß ich lieber sterben möchte als stören, daß ich umsonst alles kontrolliert habe, da sich alles meiner Kontrolle entzieht,
wie es am Ende einer Geschichte heißt.
Es sind aber auch Geschichten, die von der Lust am Anderssein zeugen, von der Freude an merkwürdigen und unerklärlichen Verhaltensweisen, an schrägen und bizarren Situationen – und nicht zuletzt von der Lust am Reden über das Kranksein, am Reden überhaupt, aber auch von der Lust an Verschweigen und Verstellung.

 

Bettina Balàka: »Krankengeschichten«
Erzählungen
Literaturverlag Droschl, Graz – Wien 1996
120 Seiten
ISBN: 9783854204404
15.50 €

http://www.droschl.com/programm/buch.php?book_id=268

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